Militärmuseum Kossa

Wir möchten mit unseren Museen ein Zeichen setzen gegen das Vergessen. Es geht nicht um einen sentimentalen Rückblick in die Vergangenheit, sondern um die Warnung vor den Folgen übermäßiger Rüstung. Zur Zeit des Kalten Krieges ist uns allen ein 3. Weltkrieg erspart geblieben. Die Darstellung der Weltmächte auf einem Schema war einfach mit rot und blau darzustellen.

Wir glauben alles zu wissen und alles vorher sehen zu können. Die Geschichte hat uns oft eines Besseren belehrt. Diese Anlage wird nicht erhalten, um in Ostalgie und alten Geschichten zu versinken. Sehen Sie in unserer Führung durch den Führungsbunker mit welchen verheerenden atomaren, biologischen und chemischen Waffen man sich im Kalten Krieg gegenüber stand. Ein Bruchteil der Wirkungskraft von heute.

Vielleicht können wir das Vergangene akzeptieren und daraus lernen – für eine bessere Zukunft.

"Der Krieg ist die bloße Fortsetzung der Politik unter Einbeziehung anderer Mittel."

(Carl von Clausewitz, Vom Kriege, Buch I, Kapitel I, Abschnitt 24)

  • Wir lüften mit Ihnen gemeinsam das Geheimnis der 24 Mio. DDR-Mark, die unter den Wurzeln der Dübener Heide vergraben liegen.
  • Geplant und gebaut für den 3. Weltkrieg, natürlich nur für den Verteidigungsfall.
  • In der letzten Phase des Kalten Krieges war diese Bunkeranlage ein geheimer Schatz des Warschauer Vertrages.

Die Bunkeranlage Kossa: Ein Relikt des Kalten Krieges

Die Bunkeranlage Kossa, gelegen in der Dübener Heide in Sachsen / Sachsen- Anhalt, ist ein beeindruckendes Zeugnis des Kalten Krieges. Erbaut zwischen 1976 und 1979 von der Nationalen Volksarmee der DDR, diente sie als geheime Führungsstelle im Falle eines Atomkriegs.

Ein Labyrinth unter der Erde:

Die Anlage besteht aus mehreren Bunkern, die bis zu 8 Meter tief unter der Erde liegen. Die einzelnen Bunkerabschnitte beherbergten verschiedene Funktionsräume, darunter:

Kommandozentrale: Hier wurden die Entscheidungen im Ernstfall getroffen.
Nachrichtenzentrale: Sichere Kommunikation mit anderen militärischen Einrichtungen.
Ruhe- und Aufenthaltsräume: Für die Soldaten, die im Bunker stationiert waren.
Versorgungsräume: Mit Lebensmittel, Wasser und anderen notwendigen Gütern.
Einzigartige Einblicke:

Heute ist die Bunkeranlage Kossa als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher können an Führungen teilnehmen und die verschiedenen Räume besichtigen. So erhalten sie einen Einblick in die Welt des Kalten Krieges und die militärische Infrastruktur der DDR.

Ein Mahnmal für den Frieden:

Die Bunkeranlage Kossa ist mehr als nur ein Museum. Sie ist ein Mahnmal für die Schrecken des Krieges und die Wichtigkeit des Friedens. Die Anlage erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Konflikte friedlich zu lösen und die Zukunft unserer Welt zu gestalten.

Zeittafel

1935

Deutschland rüstet zum Krieg. In jenem Jahr sucht sich die Westfälisch-Anhaltinische Sprengstoff AG (WASAG) ausgerechnet einen der schönsten Flecke in der Dübener Heide aus, um eine Munitionsfabrik zu errichten und zu betreiben. Während des Krieges kommen dort tausende Zwangsarbeiter zum Einsatz.

Nach Kriegsende

Die Sowjets sprengen Straßen, Wege und sämtliche WASAG-Bunker. Kaum fünfzehn Jahre später zeigt die NVA der DDR Interesse für die Liegenschaft. Im Gebiet „Buche“ entstehen in den sechziger Jahren eine Pionier- und eine chemische Werkstatt mit Gerätelagern und mehrere Verwaltungsgebäude. Nahezu 400 Armeeangehörige und Zivilbeschäftigte waren dort tätig.

1976-1979

Die umfangreichen Bauarbeiten innerhalb eines abgeteilten Stückes im Objekt dienen nicht einfach der Erweiterung des Bestehenden, vielmehr entsteht dort eines der bestgehüteten Militärgeheimnisse der DDR. Eine geschützte Führungsstelle im Rahmen der Planung von Verteidigungshandlungen des Warschauer Vertrages.

1990-1993

Die Bunkeranlage wurde 1990 von der Bundeswehr übernommen und 1993 aus ihrem Bestand ausgegliedert.

1997-2002

Aufbauwillige finden sich und stellen es sich zur Aufgabe, dieses Denkmal zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

2002

Die einst geheime und geschützte Führungsstelle wird als technisches Kulturdenkmal anerkannt und als Museum offiziell eröffnet. Von nun an finden Führungen durch die Bunkeranlage statt.

Heute

Jährlich begrüßt das Museum Besucher aus dem In - und Ausland und trägt somit dazu bei, Geschichte zu erzählen und zum Nachdenken anzuregen.

Öffnungszeiten

Das Museum hat Samstag und Sonntag geöffnet:

10.00 – 15.30 Uhr: Entdeckertour (ohne Führung)
14.00 Uhr: Letzter Einlass
13.00 Uhr: Führung (nur unter telefonischer Anmeldung)
15.30 Uhr: Schließung der Bunker
16.00 Uhr: Schließung der Museumsanlage

Für Rückfragen stehen wir gern telefonisch unter 03 42 43 22 120 und per E-Mail an zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Das Museum hat seit dem 30. März 2024 wieder jeden Samstag und Sonntag geöffnet.

Am Männertag, dem 9. Mai 2024, haben wir geöffnet.

Folgende Wochenenden sind 2024 geschlossen:

  • 27./28. April
  • 25./26. Mai
  • 22./23. Juni
  • 3./4. August
  • 31. August
  • 1. September
  • 14./15. September